Startschuss für Kärntens erste „Smart Learning“ Klassen

Startschuss für Kärntens erste „Smart Learning“ Klassen

Gemeinsame Presseinformation der Bildungsdirektion Kärnten, des Landes Kärnten und Infineon Technologies Austria

Klagenfurt/Villach/Wolfsberg, 18. September 2019 - Mit dem neuen Schuljahr starten an vier Kärntner Höheren Technischen Lehranstalten (HTL) erstmals „Smart Learning“ Pilotklassen. Digitales Lernen und Lehren wird mit industrienaher Praxis verbunden. Gemeinsam mit der Bildungsdirektion und vier HTL’s ist Infineon Austria Initiator und Unterstützer dieses zukunftsweisenden Modells, das junge Talente auf die digitale Arbeitswelt vorbereitet.

Bildungsdirektor Robert Klinglmair, Infineon Vorstandsvorsitzende Sabine Herlitschka und Landeshauptmann
und Bildungsreferent Peter Kaiser gaben im September den Startschuss für die Smart Learning Pilotklassen.

Die „Smart Learning Klassen“ sind als Pilotklassen konzipiert und starten mit dem Schuljahr 2019/20 an den HTL’s in Villach, Wolfsberg sowie Klagenfurt Mössingerstraße und Lastenstraße. „Smart Learning“ bedeutet digitale Technologien für das Lernen und Lehren von Technik zu nutzen und mit analogen Lernerfahrungen, wie Arbeiten in Teams, sozialen Austausch und enger Anbindung an die Praxis der Industrie zu verknüpfen.

„In Kärnten hat die Kooperation zwischen Schule und Wirtschaft einen besonderen Schwerpunkt“, erklärt Robert Klinglmaier, Bildungsdirektor für Kärnten. „Die „Smart Learning“ Klassen sind dabei ein zukunftsweisendes Pilotprojekt. Das Konzept ist auf fünf Jahre angelegt und wird im ersten Jahr die Voraussetzungen für einen systematischen Einsatz schaffen. Insgesamt gibt es sechs Klassen mit 191 Schülerinnen und Schülern.

„Ziel der 'Kärnten Koalition' ist es, dem Brain Drain entgegen zu wirken und Maßnahmen zu setzen, damit junge Menschen in Kärnten eine moderne Ausbildung und berufliche Perspektiven im Land vorfinden. Damit heben wir auch langfristig das Bildungsniveau in Kärnten", betonte Landeshauptmann Peter Kaiser. „Wir schaffen ein job- und arbeitsmarktgerechtes Bildungsangebot, das einem modernen Wirtschaftsstandort und einem Industrieland adäquat ist“, so Kaiser, der vor allem in der industrienahen Praxis, die durch die Smart Learning Classes garantiert ist, eine neue Qualität in der schulischen Ausbildung sieht.

Smart World – Smart Learning

Für Sabine Herlitschka, Vorstandsvorsitzende der Infineon Technologies Austria AG, ist das "Smart Learning" Konzept eine Weichenstellung für eine moderne Ausbildung am Puls der Arbeitswelt. „Digitale Technologien bieten enormes Potenzial um praxisorientierte Inhalte und didaktische Methoden weiterzuentwickeln und gleichzeitig die Kompetenzen und den sozialen Austausch von Schülerinnen und Schülern und Lehrenden zu fördern. Wir setzen damit einen Bildungsleuchtturm, und leisten einen Beitrag, um Kärntens technische Talente auf die Anforderungen der Zukunft vorzubereiten und mehr junge Menschen für Technikausbildungen zu begeistern“, so Herlitschka.

Im Zentrum der Digitalisierung stehen Wissen und Know-how. Das bietet ein enormes Potenzial für das Bildungswesen, da es um die Vermittlung der digitalen Fertigkeiten, Kompetenzen und Wissen geht, die für einen erfolgreichen Übertritt in den Arbeitsmarkt erforderlich sind. Die Rolle der Schulen und die Rolle top-motivierter und engagierter Lehrkräfte ist daher sehr bedeutend. Sie sorgen mit dem schulautonomen Management dafür, dass „Smart Learning“ zur Weiterentwicklung der Lehr- und Lernprozesse führt. Die Kooperation mit global führenden Unternehmen, wie Infineon, spielt dabei eine wichtige Rolle. Modernste Lehr- und Lernformen eines international agierenden Unternehmens verbunden mit aktuellen, industriellen Aufgabenstellungen und Herausforderungen werden im Rahmen von Smart Learning den HTL‘s zugänglich gemacht.

Moderner Methoden-Mix: Analog & Digital & Praxis

Die neuen „Smart Learning“ Pilotklassen sind eine Innovation für das Lernen und Lehren in der Technik. Sie bringen in Kooperation mit Technik-Unternehmen, eine Vernetzung der HTL’s untereinander, als auch pädagogische und digitale Praktiken in Labors und Werkstätten, die nachhaltig Wissen schaffen und die persönlichen Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler stärken, um sie fit für die moderne Arbeitswelt zu machen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Industriebetrieben brauchen heute nicht nur das technische Grundwissen, sondern auch persönlichkeitsbildende Kompetenzen: Sie leiten selbständig Projekte, arbeiten in internationalen Teams, tauschen Wissen untereinander aus und nutzen dafür digitale Technologien und agile Methoden.

Die Fachthemen der „Smart Learning“ Klassen sind Industrie 4.0, Robotik, Internet of Things, Energietechnik, E-Mobility oder System Engineering. Infineon unterstützt das zukunftsweisende Modell, indem man Inhalte, Trainings, Hard- und Software Anwendungen sowie eine digitale Plattform für Informationsmaterialien zur Verfügung stellt. Außerdem sind gemeinsame „Infineon Exchange Days“ geplant, um Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler und Branchenexpertinnen und -experten zu vernetzen und einen Einblick in die Welt der High-Tech Industrie zu geben.  

Über Infineon Austria

Die Infineon Technologies Austria AG ist ein Konzernunternehmen der Infineon Technologies AG, einem weltweit führenden Anbieter von Halbleiterlösungen, die das Leben einfacher, sicherer und umweltfreundlicher machen. Mikroelektronik von Infineon senkt den Energieverbrauch von Unterhaltungselektronik, Haushaltsgeräten und Industrieanlagen. Sie trägt wesentlich zu Komfort, Sicherheit und Nachhaltigkeit von Fahr¬zeugen bei und ermöglicht sichere Transaktionen im Internet der Dinge.

Infineon Austria bündelt als einziger Standort neben Deutschland die Kompetenzen für Forschung und Entwicklung, Fertigung sowie globale Geschäftsverantwortung. Der Haupt¬sitz befindet sich in Villach, weitere Niederlassungen in Graz, Klagenfurt, Linz und Wien. Mit 4.201 Beschäftigten (davon über 1.813 in Forschung und Entwicklung) aus rund 60 Nationen erzielte das Unternehmen im Geschäftsjahr 2018 (Stichtag 30. September) einen Umsatz von 2,9 Milliarden Euro. Mit einem Forschungsaufwand von 498 Millionen Euro ist Infineon Austria das forschungsstärkste Unternehmen Österreichs.

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